GABA (Gamma-Aminobuttersäure)

GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist der wichtigste hemmende (inhibitorische) Neurotransmitter in unserem zentralen Nervensystem. In der Psychologie betrachten wir GABA oft als das „Bremspedal“ des Gehirns.

Die psychologische Funktion von GABA

Während Botenstoffe wie Glutamat das Gehirn stimulieren und „Gas geben“, sorgt GABA dafür, dass die neuronale Aktivität gedrosselt wird. Das hat direkte Auswirkungen auf unser Wohlbefinden:

Was passiert bei einem GABA-Mangel?

Wenn das „Bremssystem“ nicht richtig funktioniert, gerät die Psyche in einen Zustand der Übererregung. Typische psychologische Symptome sind:

  1. Angststörungen
    Ein chronisch niedriger GABA-Spiegel wird oft mit generalisierter Angst oder Panikattacken in Verbindung gebracht.
  2. Insomnie: 
    Schwierigkeiten beim Einschalten der inneren Ruhe führen zu massiven Schlafstörungen.
  3. Innere Unruhe: 
    Betroffene fühlen sich ständig „unter Strom“ oder leicht reizbar.
  4. Geringe Stressresistenz: 
    Schon kleine Herausforderungen wirken überwältigend.

GABA in der Therapie und Anwendung

In der Psychologie und Psychiatrie gibt es verschiedene Wege, das GABA-System zu beeinflussen:

Wichtiger Hinweis: Die Selbstmedikation mit GABA-Präparaten ist umstritten, da GABA in Tablettenform die Blut-Hirn-Schranke nur sehr schwer überwinden kann. Der Fokus liegt in der Psychologie meist auf der Förderung der körpereigenen Produktion oder der Sensibilisierung der Rezeptoren.